Sequenzen und Konsequenzen. Zur Entwicklung niederländischer Lerner im Deutschen als Fremdsprache.

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Das Lernen einer Sprache - der Muttersprache oder einer Fremdsprache - stellt man sich im allgemeinen als Prozess vor, der Jahre in Anspruch nimmt und der sich in einer bestimmten Ordnung vollzieht; dabei spielt in der langen Tradition der Spracherwerbsforschung das Ordnungsprinzip der Entwicklungsstufen oder -stadien eine grundlegende Rolle. Die vorliegende Studie beschäftigt sich mit der Syntax und der Morphologie der Lernersprache von niederländischen Schülern in den ersten sieben Monaten ihres Unterrichts Deutsch als Fremdsprache. Sie wählt die Processability Theorie von Pienemann (1994) zum Ausgangspunkt und prüft seine Hypothese, dass das Lernen von syntaktischen und morphologischen Strukturen in Stadien verläuft, die in einer autonomen Sequenz geordnet sind. Die Studie entwickelt mit großer Sorgfalt Messinstrumente (Tests), die für eine longitudinale Analyse von Sprachlernprozessen geeignet sind. Das Analyseergebnis zeigt überzeugend, dass im vorliegenden Fall Entwicklungsprozesse nicht in Stadien, sondern in geschichteten Entwicklungslinien geordnet sind, in denen sich das Lernen syntaktischer und morphologischer Strukturen parallel vollzieht. Das in diesen Linien dargestellte Beherrschungsniveau nimmt in der Zeit zu; gleichzeitig zeigen sich zwischen den Lernern, aber auch zwischen den spezifischen Aufgaben deutlich Unterschiede im Beherrschungsniveau. Die Analyseergebnisse weisen auf ein Konzept sprachlichen Lernens, das die wachsende Fähigkeit zur Koordination komplexer kognitiver Prozesse ins Zentrum stellt.

    Collection : Deutsch: Studien zum Sprachunterricht und zur interkulturellen Didaktik

  • ISBN 978-90-420-0560-0
  • Support Livre broché
  • Format Paperback
  • Num. dans la collection 4
  • Nombre de pages 222

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